58) Gottes Zorn kam nie auf Jesus 3

Theologen und Christliche Lehrer in den letzten hundert Jahren haben Schlussfolgerungen gezogen, die auf der Voraussetzung beruhen, dass das Opfer des Lebens Jesu ein Mittel war, um den Zorn Gottes zu befriedigen, und dass Er ein Ersatz wurde, um den Zorn Gottes auf sich zu nehmen um für die Erlösung zu bezahlen. Der Schwerpunkt liegt hier auf Beschwichtigung und Bezahlung. Wir wissen jetzt, dass diese Ansichten bekannt sind als: die Zufriedenheitstheorie und die Strafersatztheorie.

In den 1100er Jahren n. Chr. leitete Anselm, der Bischof von Canterbury in England, eine neue Theorie über das Geschehen am Kreuz ab, die als Zufriedenheitstheorie bekannt ist. Die Voraussetzung war, dass die menschliche Sünde Gott entehrt und eine Trennung zwischen Gott und Mensch geschaffen hatte. Die zweite Voraussetzung war, dass Jesus kommen und Gottes Seite der Gerechtigkeit befriedigen musste. Jemand musste die Schuld der Sünde zurückzahlen, weil Gott ein gerechter Gott ist.

In den 1500er Jahren n. Chr. baute Johannes Calvin (Jehan Cauvin) seine Theorie auf der Versöhnungstheorien von Anselm auf. Er sagte, weil die Sünde Gott entehrt habe, verdiene die Sünde die Bestrafung. Diese Theorie ist die Strafersatztheorie. Es änderte, was den Christen beigebracht wurde, über was angeblich am Kreuz geschehen war. Calvin stellte die Idee vor, dass Jesus, als er starb, für die Menschheit eintrat. Dann geht er weiter mit seiner Theorie und erklärt, dass die Menschen es verdienen, wegen der Sünde bestraft zu werden, deshalb sollte Gott uns ein Gericht senden was bisher richtig wäre. Aber dann erweitert er seine Theorie zu seiner Schlussfolgerung, dass Gottes Strafe auf Jesus statt auf uns kam. Jesus stand an unserer Stelle und nahm unsere Strafe, damit wir frei gehen konnten. Der Schwerpunkt dieser Theorie liegt auf der Forderung nach rechtliche Gerechtigkeit wegen der schuld der Sünde. Daher wäre die Ausführung von Gottes Zorn und Bestrafung auf Jesus die Zahlung gegen die Schuld der Sünde. Calvin wurde zum humanistischen Anwalt ausgebildet, bevor er Theologe wurde. Vielleicht hat sein Hintergrund etwas damit zu tun, wie er seine Versöhnungstheorie entwickelt hat.

Obwohl diese Theorie in den ersten 1500 Jahren des Christentums nicht existierte, ist sie heute weit verbreitet, und viele Christen glauben, dass es die normale Ansicht des Sühnopfers ist, dass Jesus an unserer Stelle bestraft werden musste.

Wenn ich vom gesetzlicheres Christentum spreche, beziehe ich mich auf diese verwestlichte legalistische Sicht des Sühnopfers. Betrachten Sie jedoch diesen Gedanken; fordert Gott wirklich rechtliche Gerechtigkeit?

Seit der Einführung der neueren Theorien gab es lange Debatten zwischen Theologen über die verschiedenen Versöhnungstheorien. Neben den heute populären Zufriedenheits und Strafersatz Theorien sehen wir auch die irrationale sensationelle futuristische Eschatologie. Zusammen sind sie zum Zeichen des westlich geprägten Christlichen Dogmas geworden.

Trotzdem gibt es viele Probleme mit der Zufriedenheits und Strafersatz Versöhnungstheorien.

Sie widersprechen völlig die Typologie des Sühnopfers im Alten Testament. Es wäre lächerlich zu glauben, dass der Tod eines Tieres eine Schuld gegenüber Gott abbezahlen könnte, die durch die Übertretung des Gesetzes von Moses verursacht wird. Es wäre ebenso absurd anzunehmen, dass das Opfer eines Tieres Gottes Gerechtigkeitssinn befriedigen würde. Das Volk Israel könnte niemals Ihre durch Sünde verursachten Schuld zurückzahlen und befriedigt die Bezahlung wirklich Gottes Gerechtigkeit?

(Ich werde später auch auf die Versöhnungstheorie eingehen, die historisch gesehen die Theorie der Gläubigen seit dem ersten Jahrhundert war. Dies ist die Theorie, die auf der Prämisse aufbaut, dass Jesus der Preis für die Erlösung im Prinzip das Lösegeld für alle wurde. Auf diese Weise erlöste Christus uns von der Sklaverei zu Sünde und Tod, was folglich die Macht des Teufels brach.  Dies hängt ebenfalls mit der bekannten Lösegeldtheorie der Versöhnung zusammen, die als Christus-Victor-Theorie bekannt ist. Der Preis, den Jesus zahlte, war jedoch kein Lösegeld, das an Gott gezahlt wurde)

Die Standardannahme, auf die Anselm und Calvin ihre Idee stützten, ist, dass wir durch unsere Sünde Gott entehrt haben. Dies könnte eine interessante philosophische Debatte sein. Ich glaube nicht, dass die Sünde des Menschen die Ehre Gottes berührt. Er ist ehrenwert, auch wenn wir es nicht sind. Wir mögen uns entehren und durch unser Verhalten unsere wahre Natur und Identität als Kinder Gottes entehren, aber Gott ist so viel größer als unsere Schande. Wir könnten Ihn in einer Million Jahren niemals entehren. Man könnte das Beispiel menschlicher Beziehungen verwenden. Wenn mich jemand nicht respektiert, könnte ich das persönlich nehmen und sie auch nicht respektieren, aber Gott nimmt unser Verhalten nicht so persönlich. Unser Verhalten wird Ihn nicht auf unser Niveau bringen. Gottes Zorn ist nicht seine Reaktion auf das Verhalten der Menschen. Es war eine Verpflichtung im Lichte des Vertrags des Bundes, den Israel mit Gott geschlossen hatte. Der Vertrag besagte, dass, wenn eine Partei den Bund brach, folglich eine Bestrafung folgen würde. Es ging nie um Schande gegenüber Gott. Stattdessen hat Zorn mit einem gebrochenen Bundesvertrag zu tun.

Aus einer alten Biblischen Perspektive war die Sühne wichtig aufgrund von Herstellung von Bundesbeziehungen. Als Bündnispartner mit Gott brach das Volk Israel den Bund immer wieder. Wenn Sie verstehen, dass ein Bund wie eine Vereinigung zwischen den Vertragsparteien ist, werden Sie auch verstehen, wie ernst es ist, den Bund zu brechen. Das Brechen des Bundes bedeutete, die Einheit zwischen den Parteien zu brechen. Das Volk Israel hätte zerstört werden sollen, außer dass die Vergebung, die Gott ihnen Jahr für Jahr gewährte, bis schließlich diejenigen, die beharrlich nicht reuig waren, 70 n. Chr. Zerstört wurden.

Die Tempelopfer waren kein Mittel, um Gott zu bezahlen, damit er nicht zornig gegenüber ihrer Sünde wäre. Stattdessen waren diese Opfer das Mittel, um die Bundesunion entweder zu etablieren oder wiederherzustellen und zu erneuern, wenn sie gebrochen worden war. Der Zorn Gottes würde über das Volk Israel kommen, weil der Bund gebrochen wurde. Sie konnten Gott nicht dafür bezahlen, seinen Zorn fernzuhalten, aber sie konnten den Bund erneuern und ihre Sünde würde gedeckt werden, und es würde keinen Zorn geben. Das Ergebnis der Erneuerung des Bundes würde bedeuten, dass der Sünde Israels gedeckt war und Gott sie nicht bestrafen würde. Es ist wichtig zu bemerken, dass, obwohl es Zorn und Bestrafung für das Brechen des Bundes gab, die Tiere, die geopfert werden sollten, um den Bund zu erneuern, keine Zahlung oder Beschwichtigung waren und die Tiere auch nicht bestraft wurden. Die Tieropfer wurden einfach symbolisch gemacht, um die Bündnisvereinigung zu erneuern.

Ganz anders war es bei den meisten heidnischen Nationen, die an wütende und gewalttätige götter glaubten, die sie durch ihre Opfer besänftigen mussten. Hier sehen wir den großen Unterschied in der Begründung hinter diesen verschiedenen Opfersystemen. Es ist völlig falsch, Gottes Bündnisse als den heidnischen Bündnissen ähnlich anzusehen.

Das Opfersystem innerhalb des Sinaitischen Alten Bundes war ein Mittel, um die Sünde des Volkes Israel zu decken und den Bund zu erneuern.

Für uns im Zeitalter des Neuen Bundes ist das Ergebnis der Reinigung von der Sünde unsere Versöhnung und Vereinigung mit Gott für immer.

1 Johannes 2 Schlachter 2000 (SCH2000)
2 und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

Das Wort Sühnopfer wird vom durchschnittlichen Leser der Bibel nicht allgemein verstanden. Das Neue Testament verwendet das Wort nur einige Male. Die Nomenform kommt nur in zwei Versen vor, beide in 1. Johannes 2: 2 und 4:10 und Römer 3:25.
Die Verbform „sühnen“ findet sich auch nur in zwei Versen: Hebräer 2:17 und Lukas 18:13 Der Zöllner, der betete… O Gott, sei mir Sünder gnädig! Das Wort gnädig ist das Wort sühnen.

Das Wort „Sühnopfer“ stammt ursprünglich aus dem Alttestamentlichen Hebräischen Wort „kippur“ und bedeutet wegwischen, abdecken, reinigen. Dies geht auf das Jüdische Fest von „Jom Kippur (hebräisch יוֹם כִּפּוּר ‚ auch Jom ha-Kippurim יוֹם הכִּפּוּרִים ) zurück: „Jom“ bedeutet „Tag“, Jom Kippur bedeutet „Tag der Sühne“.

Einige der Englischen Bibelübersetzungen verwenden das Wort „to propitiate“ oder „propitiation“, während die Deutschen Übersetzungen das Wort „Sühnopfer“ verwenden. Dieses Englische Wort propitiation bedeutet; eine beleidigte Person zu besänftigen oder den Zorn eines wütenden gottes zu besänftigen und zu befriedigen.

Das Neutestamentliche Wort Sühnopfer in den Deutschen übersetzungen und das Englische Wort propitiation, ist das Griechische Wort hilasmos (ἱλασμός). Die Verbform ist hilaskomai (ἱλάσκομαι), und das verwandte Wort ist hilastaerion (ἱλαστήριον). Wenn die Neutestamentlichen Übersetzungen, ob Englisch, Deutsch oder eine andere Übersetzung, das Wort Sühnopfer verwenden, wird die Bedeutung aus dem Hebräischen Konzept von „Kippur“ übernommen, was bedeutet; wegwischen, abdecken, reinigen, nicht die Bedeutung von Beschwichtigung.

Hebräer 9 Schlachter 2000 (SCH2000)
5 oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühnedeckel überschatteten, worüber jetzt nicht im Einzelnen geredet werden soll.

In Hebräer 9: 5 wird „Hilastaerion“ als „Sühnedeckel” übersetzt. Es ist die Bedeckung der Bundeslade im alten Tabernakel oder Tempel Israels. Im Alten Testament ist das Hebräische Wort für diese Abdeckung caporet (כּפּרת) und bedeutet „Abdeckung“. Der Sühnedeckel war eine Platte aus reinem Gold, fast 1,20 Meter lang und etwas mehr als 60 cm breit. Es wurde als Abdeckung über die Bundeslade gelegt, die die Steintafeln mit dem Gesetz enthielt, das vom Finger Gottes geschrieben wurde. Das Gesetz enthüllte die Sünden des Volkes. Die Abdeckung stellte symbolisch die Abdeckung des Gesetzes und der Sünden des Volkes dar. Aber es war nur eine vorübergehende Maßnahme.

Das Lateinische Wort für diese Abdeckung der Bundeslade ist „Propitiatorium“, das Wurzelwort für das Englische Wort „Propitiation“. Das Lateinische Verb „propitio“ bedeutet „beschwichtigen“. Dieses Lateinische Wort würde das Prinzip betonen, einen wütenden gott durch eine Zahlung durch Opfer zu besänftigen. Der Lateinische Hintergrund erklärt den Römisch-Katholischen Einfluss in der Lehre der Strafersatz-Versöhnungstheorie.

Wenn die Priester des Alten Testaments Opfer darbrachten, spritzten sie das Blut auf den Sühnedeckel, der die Sünde des Volkes bedeckte. Diese Alttestamentlichen Symbole zeigten auf Jesus, das Lamm Gottes, der alle Opfer beenden würde. Wenn wir sagen würden, es gäbe keinen Messias und keinen Jesus, der die Sünde der Welt wegnehmen könnte, dann gäbe es absolut keine Kraft und keinen Zweck in den Kippur-Opfern des Alten Testaments, weil sie nur in einer symbiotischen Existenz da waren, abhängig von ihrer Erfüllung in Christus, den sie voraus ahnten.

Der Sühnedeckel war die Typologie, die auf Jesus hinwies. Jesus ist unser Sühnedeckel. Die Wirksamkeit der alten Opfer beruhte auf dem zukünftigen Werk Jesu, des Lammes Gottes. Als treuer Hohepriester des Neuen Bundes ist Jesus der Sühnedeckel. Die Opfer des Alten Testaments deckten vorübergehend die Sünden des Volkes ab, aber das Opfer Jesu deckt nicht die Sünde der Welt ab. Er nahm es weg. Es ist nicht mehr.

Johannes 1 Schlachter 2000 (SCH2000)
29 Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!

Der Sühnedeckel des Alten Sinaitischen Bundes, der die Sünde des Volkes bedeckte, war der Ort, an dem die Shekina-Herrlichkeit Gottes zwischen den Cherubim saß. Es wurde der Ort, an dem Versöhnung gemacht wurden. Dies ist die wahre Bedeutung des Wortes Kippur, Hilastaerion und Sühnopfer; der Ort, an dem Versöhnung gemacht wird. Für die Juden war es das Zentrum des Universums. Der Ort, an dem sich Himmel und Erde, Gott und Mensch trafen. Daher können Sie verstehen, dass das Gericht, als es im Tempel Gottes in Jerusalem 66-70 n. Chr. begann, für die Juden zu dieser Zeit die vollständige Zerstörung Ihr Universums und des alten Himmels und Erde bedeutete. Die Zerstörung des Tempels mit seiner Bundeslade und dem Sühnedeckel, dem Ort der Versöhnung, bedeutete auch die vollständige Abschaffung des Alten Sinaitischen Bundes.

1 Petrus 4 Schlachter 2000 (SCH2000)
17 Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?

Viele halten die Zufriedenheit und Strafersatz Versöhnungstheorien für „das Evangelium“.

Ein Pastor, der einen Artikel über den Kelch schrieb, von dem Jesus in Gethsemene betete, dass es von ihm vergehen würde, ist ein Synonym für den Kelch des Zorns Gottes, auf den im Alten Testament Bezug genommen wird. (Jeremia 25:15) Er sagte, dass der Kelch des Zorns Gottes auf Christus am Kreuz ausgegossen wurde, und der Hinweis von Christus in Gethsemene beweist dies.

Als ein Theologe diesen Pastor fragte, wie das sein könnte, wenn man bedenkt, dass Jakobus und Johannes von Christus selbst gesagt wurden, dass sie „tatsächlich“ von derselben Kelch trinken würden (Mt 26:39), änderte er den Inhalt der Kelch in Christi Leiden und erklärte dass Jakobus und Johannes auch die Leiden Christi erlebten, als sie durch sündige Menschen getötet wurden, aber der Tod Christi besänftigte Gottes Zorn, während der Tod von Jakobus und Johannes dies nicht tat.

Ich sage Ihnen und diesem Pastor, dass die Kelch, die Jesus trinken sollte, ein Symbol dafür war, dass Er durch die Hände der Juden und Römer sterben und leiden musste. Dies könnte sehr wohl damit zu tun haben, dass sowohl Jesus als auch seine Jünger von ihrem eigenen Volk abgelehnt und verfolgt wurden.
Die Schrift sagt auch, dass wir alle in Christus gestorben sind. Auf diese Weise tranken wir alle dieselbe Kelch. Diese Kelch repräsentiert den Tod in Christus. Gott sei Dank, dass wir in dem auferstandenen Christus zu neuem Leben geboren wurden.

Der Kelch des Zorns Gottes kam nicht über Jesus am Kreuz, sondern wurde 66-70 n. Chr. auf den Abtrünnigen Jerusalem und Judäa ausgegossen.

Offenbarung 16 Schlachter 2000 (SCH2000)
19 Und die große Stadt wurde in drei Teile [zerrissen], und die Städte der Heidenvölker fielen, und Babylon, der Großen, wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zornes gebe.

Aber Jesus hat die Schulden bezahlt, die wir nicht bezahlen konnten … richtig?

Der Neue Bund ist ein Bund der Vergebung. Dies bedeutet, dass zum Zeitpunkt des Todes Christi am Kreuz die Vergebung auf jeden Menschen ausgedehnt wurde, der jemals gelebt hat und jemals leben wird. Dies war eine einmalige Handlung Gottes. Gott wird dir nicht vergeben, wenn du ihn bittest, dir zu vergeben. Er hat dir vergeben, bevor du gesündigt hast, zu der Zeit, als du gesündigt hast und nachdem du gesündigt hast. Sie können anerkennen, dass Ihre Handlungen nicht Ihre wahre göttliche Identität als neue Schöpfung und Sohn / Tochter Gottes widerspiegelten. (1. Johannes 1: 9) Aber es hat keinen Einfluss auf Gottes Vergebung für Sie. Diese Art von Verhalten kann dazu führen, dass es schwieriger wird zu glauben, dass Seine Vergebung für Sie wahr ist, aber Ihnen wurde trotzdem vergeben.

Vergebung oder Zahlung?

Wenn nun für die Sünde der Welt bezahlt werden müsste, wäre es keine Vergebung, oder? Es wäre eine Zahlung.

Wenn Sie Ihren Autokredit vollständig zurückgezahlt haben und die Finanzgesellschaft Sie kontaktiert, um Ihnen mitzuteilen, dass Ihnen die Schuld erlassen wurden, können Sie sie um Ihr Geld zurück bitten. Andernfalls wäre es kein Schuldenerlass. Es wäre eine Zahlung.

Ok, lies das nochmal… ..

Wenn Sie Ihren Autokredit vollständig zurückgezahlt haben und die Finanzgesellschaft Sie kontaktiert, um Ihnen mitzuteilen, dass Ihnen die Schuld erlassen wurden, können Sie sie um Ihr Geld zurück bitten. Andernfalls wäre es kein Schuldenerlass. Es wäre eine Zahlung.

Definition von vergeben:
Aufhören, sich wütend zu fühlen (jemand, der etwas falsch gemacht hat): aufhören zu beschuldigen (jemand)
Aufhören, Ärger über (etwas) zu empfinden: jemandem vergeben für (etwas falsches)
Die Zahlung von (geschuldetem Geld) nicht mehr zu verlangen
Ressentiments aufzugeben oder Anspruch auf Erfordernis für <eine Beleidigung vergeben> zu erheben
Befreiung von der Zahlung von <Schuldenerlass> gewähren

Ja, die Menschheit schuldete wegen der Sünde eine enorme unerträgliche Schuld, aber Jesus bezahlte diese Schuld nicht durch seinen Tod. Er schloss den Neuen Bund der Vergebung durch seinen Tod. Die Sünde-Schuld, die wir schuldeten, wurde vergeben, nicht bezahlt. Durch den Tod Christi wurde die Schuld nicht bezahlt, sondern annulliert.

Wenn Christus für unsere Sünde bezahlen würde, wäre es keine Vergebung, sondern eine Zahlung.

Hat Gott Jesus nicht am Kreuz bestraft?

Nehmen wir noch einmal das Gerichtsszenario. Der Angeklagte wurde wegen schwerer Körperverletzung angeklagt, die nach den Standards der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten führen könnte. Die Beweise in diesem Fall weisen jedoch vom Verdächtigen weg. Daher wird der Angeklagte vom Richter und der Jury für nicht schuldig erklärt, so dass keine Strafe verhängt wird und der Angeklagte freigesprochen wird. Der Angeklagte geht als freier Mann weg. Der Richter wird diese Strafe dann nicht an eine andere Person weitergeben und eine andere Person für 15 Monate ins Gefängnis schicken, um den Platz des freigesprochenen Mannes einzunehmen.

Jesus wurde zur Sünde gemacht, als er die gesamte Menschheit und die Sünde am Kreuz in sich aufnahm. Er hat unseren Platz in diesem Zusammenhang nicht eingenommen. Wir sind alle mit ihm gestorben. Auf diese Weise tranken wir alle von der Kelch, von der Er trank.

Obwohl er zur Sünde gemacht wurde, sündigte Er selbst nie und kannte keine Sünde. Als Christus gerechtfertigt und von den Toten auferweckt wurde, waren wir es auch.

2 Korinther 5 Schlachter 2000 (SCH2000)
21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden.

Römer 5 Schlachter 2000 (SCH2000)
Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,

Das Wort gerechtfertigt ist das Griechische Wort dikaióō und bedeutet auch; freizusprechen, unschuldig zu finden, zu entlasten, und freizulassen.

Durch Seinen Tod hat Christus den Neuen Bund der Vergebung geschlossen. Wir waren alle in Christus gerechtfertigt. Wir wurden alle in diesem Neuen Bund freigesprochen. Wir wurden alle befreit, als Christus starb. Uns allen wurde vergeben, als er starb. Wenn wir freigesprochen und vergeben würden, könnte es keine Bestrafung geben. Wenn Christus niemals sündigte, sondern mit unserer Sünde zur Sünde gemacht wurde und durch seinen Tod einen Bundesvertrag der Vergebung mit Gott, dem Vater, abschloss, konnte Gott Ihn nicht bestrafen. Christus wurde freigesprochen und so auch wir auch in Ihm.

Musste Gottes Zorn nicht besänftigt werden?

Die Vorstellung, dass der Zorn Gottes am Kreuz auf Jesus kam, ist eine Voraussetzung, die auf die Schrift projiziert wird. Ich habe in Teil 2 auch mehr Hintergrundstudien zu diesem Thema bereitgestellt.

Wenn Jesus nun wieder den Neuen Bund der Vergebung geschlossen hat und die Sünde der Welt vollständig freigesprochen wurde, warum sollte Jesus dann noch bestraft werden oder den Zorn Gottes empfangen müssen?

Jesaja 53: 3-5 sagt, dass wir davon ausgegangen sind, dass Gottes Strafe und Zorn auf Jesus gekommen sind.

Aber es war unser Zorn, der über ihn kam, nicht der Gottes.

Mit dem Ritual des Altsinaitischen Sündenbocktyps legte der Hohepriester seine Hände auf das Tier, damit die Sünde des Volkes symbolisch auf das Tier übertragen wurde. Es würde dann in die Wildnis entlassen und so symbolisch die Sünde des Volkes wegtragen.

Diese Typologie erfüllt sich in Jesus. Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt genommen und weggetragen hat.

Irgendwie scheinen die Leute zu denken, es gibt Zorn wegen der Sünde, und dieser Zorn muss irgendwohin gehen. Aber wenn die Sünde der Welt vergeben und weggetragen wurde, kann es keinen Zorn geben. Es besteht keine Notwendigkeit mehr für Zorn und Bestrafung.

Hier noch einmal ein anderes Szenario. Ein Junge hat sich schlecht benommen und wird von seinem Vater angesprochen. Der Vater ist leicht wütend und hat vor, seinen Sohn zu bestrafen, indem er ihn in sein Zimmer schickt, um über seine Handlungen nachzudenken. Der Sohn gibt jedoch zu, dass er sich geirrt hat und entschuldigt sich. Der Vater sagt, alles ist in Ordnung, lerne einfach aus deinem Fehler. Er sagt dem Jungen, er solle draußen mit seinen Freunden spielen. Ihm ist vergeben. Aber der Vater hat immer noch unbefriedigten Zorn. Genau wie die fehlerhaften Voraussetzungen der Theologen muss dieser Zorn irgendwohin gehen, also nimmt der Vater die Katze und sperrt anstelle seines Sohnes das arme Tier in den Raum. Macht das für dich Sinn?

Gottes Zorn war das Ergebnis eines gebrochenen Bundes.

Gottes Zorn sollte über den Abtrünnigen Israel kommen, weil der alte Sinaitische Bund, der zwischen Gott und dem Volk Israel geschlossen wurde, von ihnen gebrochen worden war und sie nicht reuig waren. Sie hatten die Gelegenheit, sich an ihren Messias Christus Jesus zu wenden und so dem Zorn Gottes zu entkommen.

Johannes 3 Schlachter 2000 (SCH2000)
18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Und

36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt[h], der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Die beiden oben genannten Verse waren – keine Ansprache an Generationen aller Zeiten – für eine evangelistische Predigt. Sie richteten sich an die Generation von Juden, die auf Jesus und Johannes den Täufer hörten. Dies waren die Juden, die immer noch an den Sinaitischen Bund gebunden waren und daher Gottes Zorn unterworfen waren, wenn sie diesen Bund brachen. Weil alles am Sinaitischen Bund eine Typologie war, die auf seine Erfüllung im Messsiah Jeschua hinwies, brachen sie durch die Ablehnung Christi das Wesen des Sinaitischen Bundes und waren zur Zerstörung verurteilt.

Aber Gott liebte die Juden, die dem verheißene Messias, auf den das Gesetz von Moses und den Propheten hinwies, feindlich gegenüberstanden, so sehr, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, dass wenn sie an ihn glauben würden Nicht mit dem kommenden Zorn zerstört würde, sondern in das Zeitalter des Neuen Bundes und des Himmelreichs eintreten würde. Johannes 3:16 (Umschrieben von P Schram)

Ah, aber der folgende Vers spricht davon, dass Gott die Sünde im Fleisch seines Sohnes bestraft. Nein, das sagt es nicht. Das griechische Wort für: verurteilte, kommt vom Griechischen Wort: katakrínō. Dies kann bedeuten: strafwürdig zu beurteilen. Es kann auch bedeuten: dagegen zu urteilen.

Römer 8 Schlachter 2000 (SCH2000)
3 Denn was dem Gesetz unmöglich war weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte,

Aus ihrem Kontext heraus sollte das Wort „verurteilen“ als „entscheiden“ oder „urteilen“ interpretiert werden, und was das Urteil oder die Entscheidung ist, muss jeweils durch den spezifischen Kontext bestimmt werden.

Also richtete Gott die Sünde im Fleisch seines Sohnes als freigesprochen und vergeben.

Kolosser 2 Schlachter 2000 (SCH2000)
14 und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.

Schlussfolgerungen zusammenfassend:

  • Die Zufriedenheitstheorie und die Strafersatztheorie sind Ansichten der Versöhnungstheologie, die erst 1100 n. Chr. teil der Mainstream-Doktrin wurden.
  • In der Alttestamentlichen Typologie des Sühnopfers wurden die Opfer nicht gebracht, um Gott auszuzahlen oder bestraft zu werden. Die Opfer wurden gebracht, um einen Bund zu erneuern und die Sünde des Volkes zu decken.
  • Der Zorn Gottes wurde wegen eines gebrochenen Bundes und eines reuelosen Volkes hervorgerufen. Der Zorn Gottes kam zwischen 66 und 70 n. Chr. Über Jerusalem und Judäa. Es wurde die Abschaffung und Ende des Sinaitischen Bundes.
    Der einzige Grund, warum der Zorn Gottes immer noch auf den Abtrünnigen Jerusalem und Judäa treffen musste, weil Gott dem Vertrag des Sinaitischen Bundes verpflichtet war, solange der Tempel noch stand.
  • Christus hat den Neuen Bund der Vergebung durch seinen Tod am Kreuz geschlossen.
  • Wenn Christus die Sünde – Schuld bezahlt hat, die wir nicht bezahlen konnten, dann ist es Zahlung, nicht Vergebung.
  • Wenn Christus die Sünde weggenommen hat, wohin würde der Zorn Gottes gehen? Es würde keinen Grund für Zorn geben.
    Hallejujah!

→  Gottes Zorn kam nie über Jesus 4  wird in Kürze veröffentlicht